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Bali 

Überall kleine Opfergaben. Und ein Gefühl von Dankbarkeit

Wir haben uns Hals über Kopf in Bali verliebt.

Und das nicht nur wegen der Postkartenmotive, sondern wegen all der kleinen und großen Momente, die wir hier erlebt haben.

Schon beim ersten Schritt auf die Insel spürten wir diese besondere Energie: den salzigen Duft des Meeres, die warme Sonne auf der Haut, das leise Rascheln der Palmenblätter im Wind. Aber vor allem einen ganz besonderen Vibe, der nur schwer zu erklären ist..

Man muss ihn einfach fühlen.

 

Die Natur raubt einem den Atem:

die tiefgrünen Reisterrassen in Sidemen und Ubud,

der mystische Nebel in den Bergen im Norden,

die dramatischen Klippen im Süden und die Sonnenuntergänge, bei denen der Himmel in allen Farben leuchtet, als würde die Natur selbst malen.

Wir standen oft einfach still, atmeten tief ein und ließen uns treiben von diesen Momenten, die einen gleichzeitig klein und unendlich fühlen lassen.

 

Auch wenn die ersten Tage voller Herausforderungen waren und uns an unsere Grenzen brachten:

fremde Umgebung, ungewohnte Rhythmen, kleine Rückschläge...

Gerade diese Erfahrungen haben Bali für uns noch intensiver gemacht.

Sie haben uns gelehrt, langsamer zu werden, zuzuhören und die kleinen Wunder des Alltags mehr wahrzunehmen.

 

Am meisten berührt haben uns jedoch die Menschen.

Ihre Freundlichkeit, ihre Offenheit und diese unaufdringliche Wärme.

Jeder Moment, in dem uns jemand half, sei es mit einem Lächeln, einer Handbewegung oder sogar mit Google Translator, fühlte sich wie ein kleines Geschenk an.

Von dieser Haltung nehmen wir so viel mit: diese stille, aber kraftvolle Art, das Leben miteinander zu teilen.

1. Allgemeine Infos über Bali

Religion

In Bali lebt man den Hinduismus. Was uns hier besonders berührt hat, ist die tiefe Dankbarkeit der Balinesen. Jeden Morgen bereiten sie ihre Canang Sari vor, kleine Opfergaben, mit denen sie sich für alles bedanken, was sie haben. Selbst mit den Tieren werden diese geteilt.  Diese kleinen Rituale haben uns gezeigt, wie präsent und bewusst Dankbarkeit hier gelebt wird.

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wir haben ein Reel dazu gemacht. Das findet ihr auf Instagram.

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Sprache

Auf Bali spricht man Indonesisch, doch die Balinesen haben ihre eigene Sprache: Balinesisch, die wir besonders charmant finden. Viele Wörter klingen fast wie kleine Gedichte. Zum Beispiel „moali“, was so viel bedeutet wie „bitte“. Ein Wort, das uns oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

Danke auf Balinesisch heißt: Suksma 

Vielen dank auf Balinesisch: Matur suskma 

Guten Morgen auf Balinesisch: Rahajeng semeng

Kultur und Feste

​Bali steckt voller Farben, Rituale und Traditionen.

Überall begegnet euch die balinesische Kultur. Ob beim Canang Sari am Straßenrand, bei den Tempeln oder bei den täglichen Zeremonien. Wir finden es einfach faszinierend, wie tief verwurzelt der Glaube hier ist und wie selbstverständlich Religion und Alltag miteinander verschmelzen.

 

Besonders spannend sind die balinesischen Feste:

  • Nyepi – der Tag der Stille: Ein einmaliges Erlebnis! Die ganze Insel hält den Atem an, keine Autos, kein Flugverkehr, alles ist still. 

  • Galungan & Kuningan: Hier feiert man den Sieg des Guten über das Böse. Die Straßen und Häuser werden geschmückt, überall hängen lange Bambusstangen mit kunstvollen Dekorationen. Wir fanden es schön, dabei zuzusehen und ein Stück der Tradition mitzuerleben.

 

Was uns besonders berührt: Die Balinesen leben ihre Feste mit so viel Freude und Hingabe, da steckt so viel Herzblut drin. Wenn ihr die Möglichkeit habt, an einem Fest teilzunehmen oder einfach zuzuschauen, gönnt euch das unbedingt. Es ist ein Erlebnis, das ihr so schnell nicht vergesst. Einfach besonders.

Canang Sari

Auf Bali spricht jede Blüte mit dem Göttlichen. Jede Canang Sari-Opfergabe ist ein Flüstern zu den Göttern. Ein Tanz aus Farbe und Richtung, ein tägliches Ritual der Dankbarkeit und Harmonie.

 

🌅 Osten – Iswara – Weiß

Der Atem des Morgens, Reinheit und Erwachen.

 

🔥 Süden – Brahma – Rot

Das Feuer der Schöpfung, Leidenschaft und Lebenskraft.

 

🌻 Westen – Mahadeva – Gelb

Das goldene Licht der Reife, Erdung und Bewahrung.

 

🌌 Norden – Vishnu – Violett

Die Tiefe der Weisheit, Schutz und Mysterium.

 

🌿 Zentrum – Shiva – Grün

Das Herz der Transformation, wo alles beginnt und endet.

 

Jedes Blütenblatt wird bewusst gelegt, jede Farbe ist ein Gebet. Jede Richtung erinnert uns daran: Wir sind gehalten im heiligen Muster des Universums.

 

Ihr werdet die Canang Sari überall sehen:

  • am Straßenrand

  • auf Autos oder Rollern

  • in Küchen.                                                                                                                                                                      Sie sind ein tägliches Danke an die Götter. Viele Balinesen glauben auch, dass sie Schutz bringen.  Daher werdet ihr vielen Begegnen. 

Eine Bitte jeder Balinesen: Achtet bitte beim laufen auf die Canang Sari, tretet nicht darauf und stört die Balinesen auch nicht beim Beten. 

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2. Essen und Trinken

Essen

Typische indonesische Gerichte sind natürlich Nasi Goreng und Mie Goreng.

Die Essenskultur auf Bali hat aber viel mehr zu bieten.

Besonders lecker fanden wir Fried Chicken: knuspriges Hähnchen mit Reis und dazu Sambal, oder Nasi Campur mit ganz vielen Elementen wie Reis, Satay und vielem mehr oder Balinese Chicken mit Balinesischem Hähnchen, angebraten mit Zwiebeln und Knoblauch, ebenfalls mit Reis und Sambal.

 

Wer vegetarisch essen möchte, findet hier problemlos Alternativen.

Nasi oder Mie Goreng gibt es fast immer auch ohne Fleisch. Die Auswahl ist da und es macht Spaß, sich durch die Gerichte zu probieren.

Traut euch in die kleinen Warungs, es lohnt sich. 

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Trinken 

Wasser & Eis

Leitungswasser auf Bali ist nicht trinkbar, aber in Restaurants bekommt ihr Wasser und Getränke normalerweise mit Eis aus gefiltertem Wasser oder Trinkwasser. Die Locals trinken das selbst auch und wollen auch keine Magenprobleme bekommen. Wir haben bisher immer mit Eis getrunken und hatten keinerlei Probleme.

Fragt aber auch gern nach, wenn ihr unsicher seid. In der Regel müsst ihr hier euch aber am wenigsten Gedanken machen.

Zähne putzen kann man mit dem Leitungswasser. Man darf es nur nicht schlucken. Da wir aber Gewohnheitsmenschen sind, nehmen wir immer Trinkwasser. Da sind wir dann doch vorsichtiger :).

Bali Belly

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Viele Reisende bekommen früher oder später „Bali Belly“. Das ist eine Magen-Darm-Reaktion auf ungewohntes Essen oder Bakterien. Wirklich verhindern kann man das nicht.

Uns hat es auch erwischt.

Doch für uns ist ganz klar: Wir verzichten deshalb auf nichts. Natürlich ist es unangenehm und ja man liegt dann mit Pech etwas flach. Doch die vielen leckeren Gerichte will man sich doch gönnen, gerade im Urlaub oder?

Fragt bei den Locals gerne nach, wie sie das Gemüse und Obst gewaschen haben.

In Deutschland haben wir andere Bakterien, als hier in Asien. Das die Körper darauf reagieren können, ist völlig normal. Für Asiaten kann das andersherum auch problematisch werden, wenn sie in Deutschland unsere Gerichte probieren. 

Als wir 2024 auf Ibiza waren, hatten wir eine Magen-Darm Verstimmung. Vielleicht auch eine Lebensmittelvergiftung. Es war sehr heftig und uns ging es 2-3 Tage richtig schlecht. 

Habt keine Angst davor, hier neues auf Bali zu probieren.

Es kann euch überall treffen.

Man weiß nicht wann und wo. Daher genießt einfach.

Schaut auch immer mit dem gesunden Menschenverstand auf die Gerichte.

 

Wichtig ist, wenn es euch trifft:

1. Viel Trinken. Wasser oder am besten Kokusnuss.

2. Wenn ihr habt, natürlich gern auch Elektrolyte nehmen. Auch Kohletabletten sind oft hilfreich für den Magen und die Säure.

3. Sucht auch gern eine Apotheke auf und holt euch das nötigste. Etwas gegen Übelkeit zum Beispiel.

Die Balinesen sind super hilfsbereit. Fragt immer, wenn ihr Hilfe braucht. 

Wenn es schlimmer wird, könnt ihr auch den Arzt kontaktieren. Eine Infusion ist dann oftmals die bessere Wahl, wenn nichts mehr drin bleibt und es euch echt schlecht gehen sollte.

Wenn ihr im Hotel seid, dann geht gern zum Personal. Die werden euch sicher helfen.

Meist ist man nach 1–3 Tagen wieder fit. 

Kommt immer darauf an, wie stark ihr es habt.

Kleiner Tipp: Eine grüne und frische Kokussnuss liefert natürliche Elektrolyte. Sie hat auch einfach einen guten Geschmack und man trinkt vielleicht eher.

Ps: Schlückchenweise trinken. 

3. Praktisches & Sicherheit

Tourismus

Bali ist sehr beliebt bei Touristen.

Das spürt man besonders in Orten wie Canggu und Ubud.

 

In den ersten Tagen hat uns das fast ein bisschen überrollt: die Roller, der Verkehr, die vielen Eindrücke. Doch nach einer kurzen Eingewöhnung haben wir gemerkt, dass Bali mehr ist als das touristische Chaos.

Wenn man ein bisschen rausfährt, findet man Ruhe, Authentizität und Momente, die sich völlig frei anfühlen. Ob an leeren Stränden,

in kleinen Warungs oder in den Reisfeldern abseits der Hauptstraßen.

Für uns war wichtig: nicht hetzen, nicht alles sehen wollen, sondern unseren eigenen Rhythmus finden.

Bezahlung 

In Bali zahlt man mit der Indonesischen Rupiah (IDR).

Anfangs wirken die vielen Nullen etwas verwirrend.

Mit der zeit gewöhnt man sich aber dran.

 

Grundsätzlich kann man hier sehr günstig leben, vor allem wenn man lokales Essen und einfache Unterkünfte wählt. Westliche Restaurants oder Beach Clubs sind dagegen deutlich teurer und können preislich schon fast europäisch wirken. Viele kleine Warungs akzeptieren nur Bargeld, größere Restaurants in der Regel auch  Karte. Wir fanden es praktisch, immer ein bisschen Cash dabeizuhaben und den Rest digital zu regeln. Am besten immer kleine Scheine haben. 

Gerade Taxifahrer oder kleine Shops, Warungs haben dann Probleme zum wechseln. Das Problem ist dann, dass ich ihr das Geld dann so auch nicht loswerdet. Außer ihr geht dann extra zu einer Bank.

Kleiner Tipp: Jeder ATM ist anders. Daher würden wir euch raten, mal zu schauen, an welchem ihr die besten Konditionen habt. Wir haben mit unseren beiden Kreditkarten mehr Vorteile beim BRI. Da können wir mehr abheben. 

Parken

Etwas, das viele nicht wissen: Für Parken zahlt man hier oft eine kleine Gebühr.

Gerade an Stränden, Tempeln oder Aussichtspunkten. Das sind meist nur wenige Tausend Rupiah, aber es ist gut, immer etwas Kleingeld dabeizuhaben.

Ganz oft heißt das: Man bezahlt fürs Parken und dann den Eintritt. Das ist wie gesagt, voll normal und macht nicht wirklich viel aus. Oft sind das 5 Tausend Rupiah oder weniger an Parkosten.  Also ca. 0,25 Cent. Somit nicht der Rede wert. Am ende unterstützt ihr auch immer die Locals, die sich um die Anlagen kümmern.

Wir waren Anfangs irritiert, weil wir nicht immer direkt verstanden haben, was wir gerade bezahlt haben, bis es uns dann gut erklärt wurde von einem Taxifahrer.

Rollerfahren auf Bali

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Rollerfahren auf Bali ist ein Geschenk: warme Luft, Reisfelder links und rechts, dieses Gefühl von absoluter Freiheit. Doch gleichzeitig ist es nichts für Ungeübte. Der Verkehr ist chaotisch, wild und unberechenbar.

Deshalb sagen wir ganz ehrlich: Wer auf Bali Roller fahren will, sollte Erfahrung mitbringen.

Ein internationaler Führerschein ist Pflicht, sowie Helme. 

 

Wenn du noch nie Roller gefahren bist, nimm dir Zeit. Beobachte den Verkehr ein paar Tage, spür den Rhythmus der Straßen, und entscheide dann, ob du dich wirklich sicher fühlst.

Wir sehen es leider viel zu oft. Ein Helm ist bei vielen Touristen ein Fremdwort. Das können wir persönlich absolut nicht nachvollziehen. Es gibt immer wieder Unfälle. Kleine oder auch große. Es kann jeden treffen. Ohne Helm, kann das richtig gefährlich werden. Daher unserer Appell: Tragt einen Helm :)

 

Ein Punkt, den kaum jemand erzählt, der aber wichtig ist:

Wer längere Ausflüge mit dem Roller plant:

In den Bergen im Norden unbedingt Pausen machen und die Bremsen schonen. Vor allem dann, wenn ihr eine lange Zeit Bergab fährt. Die Roller sind nicht für dauerndes Bergabbremsen ausgelegt. Überhitzen die Bremsen, können sie ausfallen.

 

Uns ist genau das passiert. Die Bremsen haben plötzlich nicht mehr gegriffen – und Jan hat uns im letzten Moment in eine Wiese gelenkt.

Glück im Unglück können wir da nur sagen. Das wäre für uns nicht gut ausgegangen, wenn er nicht so schnell reagiert hätte. Seitdem sind wir doppelt vorsichtig.

Bitte unterschätzt das nicht. Es ist wirklich ein Traum in den Bergen vom Norden zu fahren. Die Natur ist wunderschön. Doch vergisst nicht: Pausen machen. 

Trotz allem ist Rollerfahren auf Bali etwas, das man definitiv erleben muss! Ein Freiheitsgefühl der besonderen Art. Man sitzt auf dem Roller, erkundet neue Orte, eine wunderschöne Natur und der Wind weht einem um die Nase. Was kann es schöneres geben?

 

Transportmittel 

Auf Bali gibt es verschiedene Möglichkeiten, von A nach B zu kommen. Das meist genutzte Mittel ist der Roller. Mit ihm kann man am besten und schnellsten Orte erkunden.

 

Daneben gibt es Taxis, z. B. lokale Fahrer, sowie App-basierte Dienste wie Grab oder Gojek. Grab ist eine Firma aus Malaysia und beide Apps sind oft deutlich günstiger als lokale Taxis. Allerdings verdienen die Fahrer dort sehr wenig. 

 

Wenn ihr die lokalen Taxifahrer unterstützt, bekommt ihr nicht nur faire Preise für die Fahrer, sondern auch viele wertvolle Tipps für Ausflüge, Restaurants oder Tagestrips. Wer auf das Budget achten muss, kann selbstverständlich Grab oder Gojek nutzen. Wer etwas mehr ausgeben möchte, sollte die Locals unterstützten. Die freuen sich und geben immer gerne Tipps. 

Hunde & Affen

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Auf Bali triffst du viele Straßenhunde. Die meisten sind freundlich, ruhig und gehören oft zu einem Café, Warung oder einer Unterkunft. Sie sind an Menschen gewöhnt und freuen sich über ein freundliches Lächeln. Halt jedoch auch immer etwas Abstand und vermeide, sie anzufassen. Man kann nicht immer 100% einschätzen wie der Hund reagiert. Wir hatten bisher keinerlei Probleme. Aber auch, weil wir immer schauen, wie die Hunde auf uns reagieren.

Eine Tollwutimpfung vor der Reise ist dringend empfohlen. Viele machen das erst wenns nötig wird. Davon würden wir aber abraten. Wir haben es im Vorfeld gemacht. Einfach, weil wir keinen zusätzlichen Stress möchten, wenn etwas passiert. 

Du kannst aber auch immer die Locals fragen, sie kennen ihre Hunde.

 

Die Affen, zum Beispiel im Monkey Forest oder an Tempeln, sind keine Kuscheltiere. Es sind Wildtiere.

Manche Touristen vergessen das ganz gerne. Sie können neugierig, schnell und manchmal unberechenbar sein. Halte Abstand, zeige kein Essen, keine aggressiven Gesten und lass sie in Ruhe. Wir selbst sind entspannt durch den Monkey Forest spaziert, haben die Tiere respektiert und wurden in Ruhe gelassen. Ein Affe hat einmal kurz Nadjas Fuß berührt – neugierig, aber völlig harmlos.

 

Mit ein bisschen Aufmerksamkeit und Respekt lassen sich Begegnungen mit Hunden und Affen auf Bali sicher und unvergesslich gestalten.

Wetter & Reisezeit

Bali hat zwei klare Jahreszeiten: Trockenzeit und Regenzeit.

In der Trockenzeit (Mai–Oktober) ist das Wetter am stabilsten: warme Temperaturen, viel Sonne und kaum Regen. Ideal, um die Insel zu erkunden, Roller zu fahren oder Strände mitzunehmen.

 

Die Regenzeit (November–April) bedeutet nicht, dass es durchgehend regnet, aber du musst mit häufigeren Schauern und kurzen, kräftigen Regenmomenten rechnen. Oft klart es danach schnell wieder auf.                  Wo du dich aufhältst, macht einen großen Unterschied:

 

  • Ubud & Sidemen: mehr Regen, dichter Nebel, besonders in den frühen Morgenstunden.

  • Canggu, Seminyak & Uluwatu: trockener und sonniger, selbst in der Regenzeit oft gut planbar.

  • Der Norden & die Berge: deutlich kühler und feuchter. Als wir auf einer Tierfarm waren, hatte es im November gerade einmal 21 Grad – richtig frisch, wenn man die konstanten 26–30 Grad an der Küste gewohnt ist.

 

Unser Fazit:

Bali ist das ganze Jahr bereisbar. Die Frage ist nur, was du suchst:

Mehr Sonne und Stabilität? → Trockenzeit.

Weniger Touristen, weniger Hitze, mystische Nebel und satte Natur? → Regenzeit.

Beides hat seine Vor-und Nachteile. Wir sind froh, beides mitgenommen zu haben. So haben wir zwei Seiten Bali´s kennenlernen dürfen. Beide wunderschön 🫶

Impfungen und Sicherheit

Impfungen:

Bevor ihr nach Bali reist, sprecht unbedingt mit eurem Hausarzt oder einem Tropenmediziner, welche Impfungen sinnvoll sind. Wir empfehlen auf jeden Fall:

 

  • Tollwut: Sehr wichtig, da Bisse von Hunden oder Affen lebensgefährlich sein können.

  • Hepatitis A & B: Standard für viele Reisen nach Südostasien.

  • Typhus: Besonders bei ländlichen Aufenthalten oder Straßenessen.

  • Tetanus: Immer aktuell halten.

  • Polio & Diphtherie: Auffrischung falls nötig.

  • Dengue-Fieber: Eine Impfung gibt es nur in bestimmten Fällen, meist wird eher auf Mückenschutz gesetzt.

 

Lasst euch individuell beraten. Die Empfehlungen können je nach eurer Reisezeit, Aufenthaltsdauer und Gesundheitszustand variieren.

 

Sicherheit:

Wir können sagen, dass wir uns auf Bali sehr wohl fühlen. Natürlich gibt es nie eine 100%ige Garantie. Es kann immer etwas passieren. Aber gerade als Frau muss ich sagen, fühle ich mich auch Abends wohl. 

 

  • Verkehr: Sehr chaotisch und oft unübersichtlich. Geht immer vorsichtig über die Straßen und achtet besonders beim Rollerfahren auf eure Umgebung. Viele Locals sind aber auch hier immer Hilfsbereit, das sehen wir jeden Tag!

  • Tiere: Straßenhunde, Affen oder andere Wildtiere können ein Risiko darstellen. Abstand und Respekt sind wichtig. 

  • Natur: In ländlichen Gegenden gibt es giftige Schlangen. Augen auf beim Wandern oder in der Natur.

 

Bali ist insgesamt sicher, auch nachts. Viele Balinesen vertrauen auf Karma: Shops und Warungs lassen oft Hab und Gut unverschlossen, da sie glauben, dass Diebstahl schlechtes Karma bringt.

Unsere Erfahrung bisher ist, das wir sehr vielen ehrlichen Balinesen begegnet sind. 

Hygiene und Sauberkeit

Wer Sauberkeit und Hygiene wie in Europa oder Japan erwartet, den müssen wir leider etwas enttäuschen. Bali hat einen anderen Hygienestandard, das muss euch klar sein.

 

Wir haben schon viele Google-Rezensionen gelesen, die wir kaum nachvollziehen konnten. Klar: eine gewisse Sauberkeit ist wünschenswert:

  • saubere Toiletten,

  • frische Bettwäsche

Das ist uns auch wichtig. Aber wer günstig reist, wird auf Bettbezüge oder Vorhänge stoßen, die Flecken haben.

 

Warum das so ist?

Indonesien ist kein reiches Land.

Hier kämpft man mit einem großen Müllproblem. Hier kann man nicht erwarten, dass alles was Flecken hat direkt in den Mülleimer geworfen wird. Die Balinesen nutzten das, was sie haben sehr lange. Und sind wir mal ehrlich. Das ist doch der richtige Weg. 

Zusätzlich sind die Waschmaschinen hier nicht so gut, wie in Deutschland. Es ist ein anderer Standdard.

 

Die Balinesen geben ihr Bestes: Sie reinigen auf Wunsch jeden Tag euer Zimmer. Sie sind stets bemüht. Älteres Geschirr, Toilettensitze, kleinere Gebrauchsspuren,  das ist normal. 

Bidet-Dusche:

Die Bidet-Dusche wird anstatt von Toilettenpapier auf Bali genutzt. Keine Sorge, man bekommt hier Toilettenpapier. Jedoch müssen wir auch sagen, dass nach etwas Gewöhnung die Bidet-Dusche wirklich eine tolle Erfindung ist. Vor allem für die Umwelt!

Kleiner Tipp am Rande: Es schadet nicht, wenn ihr immer eine Toilettenpapier Rolle dabei habt. Es gibt ganz oft in manchen Restaurants, Strandbars oder nur die Bidet-Dusche.

 

Kurz gesagt: Wer hierher kommt, sollte keine 5-Sterne-Luxusstandards erwarten. Lasst euch auf die Gegebenheiten ein, sprecht freundlich mit den Locals, wenn etwas nicht passt. In der Regel helfen sie immer und geben ihr Bestes. 

4. Natur & Aktivitäten

Wasserqualität am Meer 

Wir haben auf Bali viele Strände besucht und können sagen: die meisten sind wunderschön und auf jeden Fall einen Besuch wert! Das Wasser ist oft herrlich türkisblau, klar und ideal zum Schwimmen oder Schnorcheln.

 

Ein häufiges Thema in Asien: Müll der im Meer treibt. Es ist wirklich super schade, dass immer wieder zu sehen. Wenn ihr nach Bali kommt, einen Strand besucht, ist das leider ein Thema. Gerade hier wird einem so wirklich bewusst, was wir Menschen mit unserer wunderschönen Natur anrichten. So schade.

 

An manchen Stränden müsst ihr zusätzlich auf Strömungen und hohe Wellen achten.

Zum Beispiel am Pantai Jimbaran Beach. Die Wellen kommen dort schnell nacheinander und können ordentlich Power haben. Es ist wichtig, dass ihr geübte Schwimmer seid und die Wellen richtig einschätzt. Dann könnt ihr das Meer in vollen Zügen genießen.

 

Wir können euch wirklich empfehlen mehrere Strände zu besuchen. Gerade in Uluwatu habt ihr einige schöne. Aufjedenfall ein Besuch wert :).

Mehr dazu findet ihr auf der Seite zu Uluwatu.

Tempelbesuche

Einen Tempel auf Bali zu besuchen, legen wir euch definitiv ans Herz.

Da habt ihr wirklich super viele Möglichkeiten.

Was wir euch aufjedenfall empfehlen würden, ist ein Wassertempel. Das ist noch mal eine ganz besondere Sache. Hier könnt ihr selber an der Wasserzermonie teilhaben, es erleben. Wir haben das gemacht. Was sollen wir sagen. Es war so magisch! Ein Local hat uns da komplett durchgeführt und uns ganz viel dazu erzählt. Wir haben tolle Fotos und Videos und eine unglaubliche Erinnerung.

Kleidung: 

Bitte kleidet euch angemessen. Am besten Schulter und Knie bedeckt.

In den meisten Tempeln gibt es Sarongs zum Eintritt dazu. Andernfalls könnt ihr euch auch für eine kleine Summe einen leihen.

Verhalten:

Respekt ist das A und O.  Bitte achtet auf die Locals, die gerade am Beten sind. Seid achtsam und stört sie nicht. Das Beten und die Dankbarkeit sind für sie Zentral. 

Kleiner Tipp:

In den meisten Fällen, ist es gut Vormittags die Tempel zu besuchen. Gerade Wassertempel oder auch der Tannah Lot Tempel, sind immer gut besucht. Wenn ihr lieber eure Ruhe wollt, in Ruhe genießen und erkunden, geht früh Morgens oder spät Nachmittags.

 Aktivitäten & Erlebnisse

Bali ist sehr vielseitig. Hier findet jeder einen Ort zum wohlfühlen!

 

Ubud:

Nur einen Katzensprung von den Reisterrassen und Wasserfällen entfernt, könnt ihr den Norden erkunden, Tempel besuchen oder in den vielen Shops und Cafés stöbern. Ubud ist wirklich der beste Ausgangspunkt, um viel zu erkunden.

 

Canggu:

Perfekt für Strand, Surfen und den digitalen Nomaden-Vibe. Anfänger können direkt am Strand Surfunterricht nehmen. Außerdem gibt es viele Cafés, Spas und tolle Shoppingmöglichkeiten. Zum Tanah Lot Tempel seid ihr etwa 30–60 Minuten unterwegs. Ein wunderbarer Tagesausflug den man schön mit dem Roller machen kann. Die Strecke ist auch super schön!

 

Uluwatu:

Hier findet ihr die schönsten Strände. Besonders empfehlenswert: der Melasti Beach mit dem beeindruckenden Kecak Dance in traumhafter Kulisse. Hier habt ihr mehr den ruhigen Bali Vibe. Zum entspannen und einfach Seele baumeln lassen, perfekt ;).

 

Sidemen & Amed:

Hügelig, grün und atemberaubend schön. Ideal, wenn ihr Natur, Reisterrassen und kleine Cafés mit Aussicht liebt. Amed ist etwas ruhiger und weniger verbaut, perfekt, um das ursprüngliche Bali zu erleben.

 

Norden (z. B. Lovina, Lofina):

Wunderschöne Landschaften, teils kein Sandstrand, aber ideale Ausgangspunkte für Delfin-Touren. Plant am besten 1–2 Übernachtungen ein, wenn ihr mit dem Roller unterwegs seid. Achtet auf die Straßenbedingungen: Steigungen können die Bremsen stark belasten, daher lieber langsam fahren und Pausen einlegen.

 

Kleine Tipps für alle Regionen:

  • Rollerfahren: In hügeligen Regionen besonders vorsichtig, die Bremsen können überhitzen.

  • Plant genügend Zeit für jeden Ort ein, um die Highlights wirklich genießen zu können.

 

Mehr zu den einzelnen Städten und Dörfern findet ihr auf den jeweiligen Unterseiten.

5. Soziales & Umwelt

Armut und Müllentsorgung

Armut:

Bali liegt in Indonesien, einem Land mit anderen sozialen Strukturen als Europa oder Australien. Die Armut hier hat uns anfangs sehr berührt. Viele Balinesen leben in Holzhütten, auf Baustellen oder teilen sich zu viert oder mehr einen Raum. Es gibt oft kein soziales Sicherheitsnetz, das sie auffängt, wenn Hilfe nötig ist.

 

Trotz dieser Lebensumstände haben wir immer wieder die Dankbarkeit und Zufriedenheit der Balinesen erlebt. Familie, Religion und die Verbundenheit zur Natur sind für sie von unschätzbarem Wert. Das hat uns nachdenklich gemacht und uns gezeigt, wie viel man auch mit wenig haben kann.

 

Müllentsorgung:

Bali hat ein ernstes Müllproblem. Auf vielen Straßen und Stränden sieht man Abfälle. Für uns hochsensible Menschen war das manchmal überwältigend und traurig. Wir versuchen, so nachhaltig wie möglich zu reisen: Trinkflaschen auffüllen, wiederverwendbare Taschen nutzen und Müll möglichst vermeiden.

 

In einigen Orten, wie Canggu, gibt es Müllwagen, die den Abfall einsammeln. Doch das ist nicht überall der Fall. Häufig wird Müll verbrannt. Ob am Straßenrand, im Garten oder an anderen Orten. Gleichzeitig gibt es Organisationen, die sich für saubere Strände einsetzen und Müll sammeln. Wir wollen uns  intensiver mit diesen Projekten beschäftigen.

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